Rennreifen sorgen nicht nur für die richtige Bodenhaftung im Motorrennsport, sie haben auch Einfluss auf die Geschwindigkeit des Fahrzeugs. Ein nicht optimal gewählter Reifen kann ein Fahrzeug um einige Sekunden pro gefahrene Runde verlangsamen – im Profi-Motorsport geht es jedoch um Millisekunden. Zudem stellt die professionelle Verwendung erhöhte Anforderungen an das Material: Durch die hohen Geschwindigkeiten ist das Gummigemisch enorm hohen Belastungen ausgesetzt. Sollte ein Reifen diesen nicht standhalten können, entstehen unkalkulierbare Risiken, wenn der Rennreifen bei hohem Tempo platzt.
Die Haftung von Rennreifen wird sowohl durch die richtig gewählte Gummimischung als auch durch den während eines Rennens auftretenden Abrieb gewährleistet, der den Reifen am Asphalt “kleben” lässt. Diesem Effekt ist es zu verdanken, dass die besten Rundenzeiten häufig zum Ende eines Rennens gefahren werden, wenn der Reifen sich schon stark abgerieben hat.
Gebrauchte Rennreifen werden mittlerweile auch im Internet in großer Zahl angeboten. Da die Reifenvariante für den Motorsport auch im ungenutzten Zustand schneller altert als herkömmliche Autoreifen, müssen bestimmte Lagervorschriften beachtet werden. Um dem schädigenden Einfluss der UV-Strahlung zu entgehen, sollte man die Rennreifen an einem dunklen Ort lagern. Zum Teil empfehlen Experten, die Reifen in Folie einzuschlagen, um sie vor äußeren Einflüssen zu schützen und einer Verhärtung des Gummigemischs vorzubeugen.